Mittwoch, 25. Februar 2015

Buchrezension: Boot Camp

Allgemeines:

• Autor: Morton Rhue
• Fassung: e-Book
• Seiten: 184
• Genre: Realitätsroman
• Verlag: Verkauf durch Amazon Media

Inhalt (von Amazon.de):

Connor hat das Schlimmste noch vor sich. Aber auch der Anfang war schon schlimm genug. Vor acht Stunden ist der Ich-Erzähler von Morton Rhues Roman "Boot Camp" von einem Mann und einer Frau aus dem Ferienhaus seiner reichen Eltern heraus gekidnappt worden, jetzt sitzt er gefesselt in einem Wagen. Aber die Entführer wollen gar kein Lösegeld erpressen: das Geld für ihren Coup haben sie schon längst erhalten und werden es auch weiterhin. Und zwar von Connors Eltern, die monatlich bezahlen. Ihr Sohn ist ihnen einfach zu aufmüpfig geworden. Der Mann und die Frau sind "Transporteure". Sie bringen Connor in ein Lager für schwer erziehbare Jugendliche, sarkastischer Weise Lake Harmony genannt, in dem ihm der rechte Drill und Respekt vor Autoritäten eingeschärft werden soll, und das auch mit Gewalt. Was dann folgt im Roman "Boot Camp", ist so erschütternd, dass man es eigentlich gar nicht glauben will.


Meine Meinung:

Wie in all seinen Büchern greift Morton Rhue auch dieses Mal ein schwieriges, aber wie ich finde, wichtiges Thema auf: Boot Camps.
Diese Boot Camps gibt es in den USA wirklich. Eltern können ihre Kinder dort hinschicken, wenn sie es für richtig halten und die Kinder können rein gar nichts dagegen tun.
Das hatte ich während dem Lesen immer im Kopf und konnte oftmals diesen nur schütteln, bei dem was ich las.

Connor führt eine Beziehung mit seiner ehemaligen Lehrerin. Seine Eltern sind strikt dagegen, aber dies interessiert Connor herzlich wenig. Denn gegen das was das Herz will, kann man nichts machen. So ist es völlig egal was seine Eltern dagegen unternehmen. Für sie besteht ihre letzte Chance darin ihn weg zuschicken. Ins Boot Camp.
So befindet Connor sich plötzlich in einem Auto mit zwei ihm völlig Fremden und hat keine Ahnung was mit ihm passiert.
Im Boot Camp angekommen merkt er schnell, dass er nicht dahin gehört und kaputt gehen wird. Die anderen "Schüler" sind alle sehr unterschiedlich. Die einen sind still und lassen alles mit sich machen, die anderen sind "umgepolt" und machen das was die Betreuer verlangen - völlig egal was.
Connor versucht alles um so gut es geht zu überleben. Doch wird er es schaffen da raus zu kommen, bevor er ebenfalls "umgepolt" wird?

Ron und Jon kommen herein und prügeln mich mal wieder durch. Am meisten erschreckt mich, dass sie wirklich daran glauben, was sie da tun.Die tun nicht so als ob.Was sie gemacht haben, bevor sie hierhergekommen sind, weiß ich nicht,aber jetzt sind sie jedenfalls bekehrt -sie glauben an die Philosophie von Lake Harmony.(eBook, Position 1096)

Morton Rhues Schreibstil finde ich immer wieder klasse. Er schafft es sehr anschaulich zu schreiben und ich konnte das Buch schnell und flüssig lesen.
Ich habe immer mit den Charakteren mitgefühlt und konnte alle Handlungen und Gefühle verstehen und nachvollziehen.
Während des Lesens saß ich oftmals da und konnte nicht richtig glauben, was ich gelesen habe. Die Dinge, die im Boot Camp passieren waren manchmal so grausam und bei dem Gedanken, dass so etwas wirklich tagtäglich geschieht, konnte ich nur sprachlos da sitzen.
Der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe ist, dass ich ein wenig die Spannung vermisst habe, als das Buch zu Ende ging.
Trotzdem konnte Morton Rhue mich mit der letzten Seite nochmals sprachlos zurück lassen. Kaum hatte ich den letzten Satz gelesen habe ich zu meinem Handy gegriffen und einer Freundin, die das Buch ebenfalls gelesen hat, geschrieben, dass das jetzt nicht wirklich das Ende ist. So habe ich mich mit meiner Freundin eine Zeit lang ausgetauscht und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass dieses Buch ein wichtiges Thema behandelt und man es durchaus mal lesen sollte.

Ein kleiner Tipp von mir: Lest auch noch das Nachwort von Morton Rhue. Dort spricht er nochmal genauer über die realen Boot Camps in den USA.

Fazit und Bewertung:

"Boot Camp" von Morton Rhue ist, wie ich finde, ein wichtiges Buch, welches man durchaus auch als Schullektüre lesen könnte. Es zeigt gut auf, wie schlimm es in solchen Camps zugeht, aber dies auf eine Art und Weise, die den Leser vorsichtig an das Thema heranführt.
Ich saß auch nach dem Lesen manchmal einfach nur da und dachte über das Buch nach. So soll ein Buch, über solche Themen, sein!

4 von 5 Büchern

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen