Mittwoch, 24. Juni 2015

Filmrezension: Jurassic World

Allgemeines:

• Originaltitel: Jurassic World
• Produktionsland: Vereinigte Staaten
• Regie: Colin Trevorrow
• FSK: 12
• Erscheinungsjahr: 2015
• Länge: 124 Minuten
• Genre: Science-Ficition, Abenteuer

Inhalt (von filmstarts.de):

22 Jahre nach den Ereignissen in „Jurassic Park“ lockt das Luxus-Resort „Jurassic World“ Besucher aus aller Welt auf eine Insel vor Costa Rica, Dinosaurier von nahem zu erleben. Kinder reiten auf Mini-Triceratopsen, Familien schauen dem riesigen Wasserdinosaurier Mosasaurus beim Verspeisen eines Weißen Haies zu. Der Genetiker Dr. Henry Wu (BD Wong) kreiert die Dinosaurier, er arbeitet im Auftrag des milliardenschweren Stifters Simon Masrani (Irrfan Khan). Doch weil Riesenechsen zwar anfangs aufregend sind, das Publikum aber irgendwann alle von ihnen kennt, wurde Wu dazu gedrängt, ein Raubtier zu züchten, das es in der Natur nie gab: den Indominus Rex. Die riesige Kreatur soll die größte Attraktion von „Jurassic World“ werden – und wird zur größten Bedrohung, als sie ausbricht. In dem entstehenden Chaos gelingt vielen Dinosauriern die Flucht aus ihrem Gehege, sodass alle Besucher potentielles Reptilienfutter werden. In Lebensgefahr schweben nun auch die beiden jungen Brüder Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simpkins). Ihre Tante Claire (Bryce Dallas Howard), deren Aufgabe es ist, den Park zu überwachen, beginnt eine abenteuerliche Suche nach ihren Neffen. Sie wird dabei von Owen (Chris Pratt) unterstützt, einem Militärexperten, der eine Gruppe Velociraptoren abgerichtet hat…


Meine Meinung:

Ich hatte mich wirklich sehr darauf gefreut noch einmal in die Welt von Jurassic Park/ Jurassic World eintauchen zu können und die ganzen Dinos nochmal auf der Leinwand zu sehen. Nachdem ich dann hörte, dass es zahme Velociraptoren geben sollte und noch einige andere Details herauskamen wurde ich langsam etwas skeptisch, doch ging unvoreingenommen und mit Vorfreude in den Film.
Doch dieser enttäuschte mich auf ganzer Linie...

Nach den tragischen Ereignissen im "Jurassic Park" glaubte niemand mehr daran, dass es nochmals so einen Erlebnispark geben wird. Doch nach 22 Jahren zieht es Millionen von Menschen in die "Jurassic World". Der Park ist nun noch größer und spektakulärer!
Die Besucher können viele unterschiedliche Prähistorische Tiere bestaunen, doch die Besucherzahlen gehen zurück, schließlich kennen die Menschen die dort gezeigten Tiere schon.
Etwas neues muss her. Etwas größeres und gefährlicheres...
So wird der "Indominus Rex" gezüchtet - ein Raubtier, welches es nie auf unserer Erde gab.
Doch durch eine Kette von Ereignissen bricht es aus und mit ihm einige andere Dinos.
Die Menschen müssen um ihr Überleben fürchten...

Tja, wo soll ich da nur anfangen? Es gibt für mich so viel am Film zu kritisieren, dass ich es gar nicht so recht weiß, aber versuchen wir es einfach mal...

Die Effekte in diesem Film waren leider nur maximal mittelmäßig. Wenn ich da zum Beispiel an die Dinos aus "Jurassic Park" denke, waren diese um Längen besser und realistischer, als in "Jurassic World"!
Des weiteren hatte der Film von unglaublich viele und vor allem große Logikfehler, dass ich mehrmals kurz davor war mich selbst zu hauen, weil ich es einfach nicht glauben konnte.
Dies ging soweit, dass der ganze Film eigentlich auf einem Logikfehler basiert. Denn es gibt eine Schlüsselszenen, in denen die Charaktere die ganzen "Unfälle" im Park hätten verhindern können, aber schlichtweg zu wenig Hirn haben oder einfach nicht wissen wie sie dieses zu benutzen haben.
Aber da gibt es dann noch viele viele mehr. So zum Beispiel auch die zahmen Raptoren. Damit widerspricht der Film allem was man in "Jurassic Park" über diese Lebewesen lernt. (Ich sag nur: Raptoren sind nicht zähmbar, weil sie einfach zu intelligent sind und sich nicht unterordnen würden!)

Die Dialoge zwischen den Charakteren sind manchmal so unnötig und stumpfsinnig gewesen, dass es komplette Verschwendung der Laufzeit war.
Die Charaktere selbst sind alle sehr flach und entwickeln sich im Film überhaupt nicht weiter und handeln manchmal so dämlich, dass ich es wirklich kaum glauben konnte bestimmte Szenen jetzt wirklich auf der Leinwand gesehen zu haben.
Die Schauspieler sind kaum glaubwürdig und ich konnte vor allem den beiden Brüdern kaum ihre Gefühle und ganz besonders ihre Ängste abnehmen. (Da wird man von einem riesigen "Monster"-Saurier angegriffen und schreit einfach nur ein wenig herum?!)
Zum Schluss noch zwei wirklich positive Dinge an dem Film:
Chris Pratt! Er ist ein wahnsinnig toller Schauspieler, den ich schon in "Guardians of the Galaxie" beeindruckend und sehr unterhaltsam fand. Und genau das hat er auch in "Jurassic World" abgeliefert und jede Szene in der er vorkam qualitativ aufgewertet!
Und dann die ganzen Anspielungen auf "Jurassic Park". Herrlich! Ich habe mich jedes Mal einen Keks gefreut, wenn mir wieder irgendetwas aus dem ersten Teil ins Auge sprang. Das hat der Film wirklich genial mit eingebaut.
Doch leider können diese beiden Aspekte den Film auch nicht retten...

Fazit und Bewertung:

Für mich persönlich war "Jurassic World" leider ein totaler Reinfall und meine zweite Kinoenttäuschung in diesem Jahr. Er hat nicht mal ansatzweise den Charme aus dem ersten Teil, die Effekte sind im Vergleich nicht grade berauschen und die ganze Story ist durchzogen mit Logikfehlern, die ich einfach nicht so hinnehmen kann, auch wenn ein Film künstlerische Freiheiten hat und sich nicht zu 100% an die Realität halten muss.
Chris Pratt und die vielen tollen Anspielungen auf "Jurassic Park" haben mir dennoch sehr gefallen und deshalb habe ich mich auch für diese Sternenzahl entschieden.
Trotzdem gönne ich dem Film seinen Erfolg und möchte ihn niemandem schlecht reden. Jeder hat seine eigene Meinung und das ist auch gut so!

2 von 5 Sterne

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