Samstag, 14. November 2015

Buchrezension: Da waren's nur noch zwei

• Autor: Mel Wallis de Vries
• Fassung: Hardcover
• Seiten: 284
• Genre: Krimi/ Thriller; Jugendbuch
• Verlag: One

Klappentext:

Kurz vor Weihnachten: Die vier Freundinnen Kim, Feline, Abby und Pippa möchten zusammen ein paar Tage Urlaub machen. Doch kaum sind sie in dem einsam gelegenen Ferienhaus angekommen, fängt es an zu schneien - und hört nicht mehr auf.
Die vier sitzen fest, das nächste Ferienhaus ist kilometerweit entfernt und das Mobilfunknetz funktioniert nicht mehr. Auf engstem Raum werden die Spannungen zwischen den Mädchen immer deutlicher, denn jede von ihnen hat etwas zu verbergen.
Als sie Spuren im Schnee entdecken, kommt die Angst auf, dass jemand sie beobachten könnte.
Dann verschwindet die erste von ihnen...

Erster Satz: 


Alles ist weiß.

Zitat:

Ich ziehe die Bettdecke glatt und streiche alle Falten weg, bis es wie ein Bett aussieht, das in einer Möbelausstellung steht: faltenfrei, neu und frisch. Seufzend gehe ich in die Küche. Wäre es doch auch nur so einfach, die zerknitterten Stellen aus meinem Leben zu streichen! (S. 171)

Meine Meinung:

Das Buch sah ich vor kurzem in der Buchhandlung und der Klappentext sprach mich sofort an. Ich finde Bücher (und auch Filme) die (fast) nur an einem Ort spielen wirklich sehr interessant!
Vor kurzem kaufe ich es mir dann und fing gleich ein paar Tage später an es zu lesen und hatte es innerhalb weniger Stunden ausgelesen.

Abby, Feline, Kim und Pippa fahren, über die Weihnachtsferien, ein paar Tage in das abgelegenen Ferienhaus von Abby's Familie. Von Anfang an gibt es leichte Spannungen zwischen den Mädchen. Doch als sie eingeschneit werden und fremde Fußspuren im Schnee finden,bekommen sie es mit der Angst zu tun. Sie sitzen im Haus fest, fühlen sich beobachtet und ihre Spannungen werden ebenfalls immer größer. Dann verschwindet die erste von ihnen.

Der Schreibstil von Mel Wallis de Vries gefiel mir gut, da er einfach und flüssig zu lesen war. Sie konnte ihre Personen- und Ortsbeschreibungen sehr gut erläutern und vor allem die Erzählweise gefiel mir sehr gut. Die Geschichte wurde aus den Sichten von allen vier Freundinnen abwechselnd erzählt, ohne dass ständig zwischen diesen hin und her gesprungen wird und es einen komplett verwirren würde. Es gab einige Fehler in dem Text, diese haben, mich persönlich, aber nicht gestört oder den Lesefluss unterbrochen.

Die Charaktere wurden durch diese Erzählweise alle nach und nach sehr gut vorgestellt und man konnte die einzelnen Personen nach einiger Zeit alle besser verstehen, da man einiges aus ihrem Leben erfuhr. Für mich gab es einen Hasscharakter und drei Charaktere, die ich alle sehr gut verstehen konnte und auch ein wenig Mitleid mit ihnen hatte.
Abgesehen von den vier Freundinnen tauchen nur noch einige wenige Personen auf, so dass sich das Buch fast nur auf die nötigsten Charaktere beschränkt.

Die Spannung in diesem Buch ist ganz in Ordnung. Sie fesselte mich zwar nicht komplett an das Buch, so dass ich nichts anderes mehr im Kopf hatte, doch für Unterhaltung zwischendurch und dem Drang zu wissen wie es ausgehen wird, hat es vollkommen ausgereicht. Vor allem ab der Mitte baut sich die Spannung immer weiter auf und bereitet auf das Ende vor.
Der kleine Twist am Ende gefiel mir sehr gut, da ich nach einiger Zeit die Befürchtung hatte, die Autorin würde sich die Auflösung zu einfach machen, doch meine Befürchtung, wie es ausgehen wird, wurde nicht bestätigt.

Fazit und Bewertung:

"Da waren's nur noch zwei" von Mel Wallis de Vries ist ein guter, kurzweiliger und durchaus spannender Krimi/Thriller für zwischendurch, der mit seinem leichten Schreibstil und dem gelungenen Erzählstil punkten kann. Die Hauptcharaktere wurden dadurch alle sehr gut vorgestellt und man konnte sich dadurch insgesamt gut in sie hineinversetzen.


4 von 5 Bücher!

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