Dienstag, 19. Januar 2016

Buchrezension: Die fünfte Welle

• Autor: Rick Yancey
• Fassung: Hardcover
• Seiten: 478
• Genre: Dystopie
• Verlag: Goldmann
• Reihe: 1. Band der "Die fünfte Welle" Reihe

Klappentext:

Sie kommen um uns auszulöschen. Jeden einzelnen von uns. Bist du bereit zu kämpfen?
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält...


Erster Satz:

Es wird kein Erwachen geben.

Zitat:

Man möchte meinen, dass uns dieser Anblick unter unsere Tische abtauchen ließ. Fehlanzeige. Wir drängten uns ans Fenster und suchten den wolkenlosen Himmel nach der fliegenden Untertasse ab, die das Flugzeug abgeschossen haben musste. Es musste doch eine fliegende Untertasse gewesen sein, oder etwa nicht? [. . .] Die erste Welle dauerte grade einmal dreißig Minuten an, und schon ging die gesellschaftliche Ordnung in die Brüche. (S. 46/47)

Meine Meinung:

Dieses Buch klang für mich schon in der Sekunde interessant, als ich das erste Mal davon gehört/gelesen hatte. Seit diesem Zeitpunkt (schon lange her) befand es sich auf meiner Wunschliste und wanderte irgendwann auch in mein Regal. Aber warum habe ich es nur so lange dort liegen lassen?! Es ist doch so ein wahnsinnig tolles Buch!

Cassie's Welt gerät ins Schwanken, als "die Anderen" die Welt in vier Wellen angreifen. Während der ersten Welle geht auf der ganzen Erde der Strom aus, die zweite Welle brachte ihnen totale Verwüstung, während der dritten Welle wurden die restlichen Menschen von einem tödlichen Virus befallen und nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen.
Cassie hat alles aus ihrem alten Leben verloren, nur ihr kleiner Bruder könnte noch am Leben sein, gefangen genommen von den Anderen.
Um ihn zu retten versucht Cassie alles in ihrer Macht stehende, doch nach einem nervenaufreibendem Zwischenfall lernt sie Evan Walker kennen, aber seit der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Oder sollte sie es einfach riskieren, jetzt wo sie weiß, was die fünfte Welle an Grausamkeiten bereit hält?

Ich liebe den Schreibstil von Rick Yancey. Er hat eine so leichte Art zu schreiben und kann alles so genial mit seinen Worten beschreiben. Die Umgebungen und die Menschen konnte ich mir immer sehr leicht vorstellen und die Gefühle kamen durch seine Worte so toll hervor, dass er nicht erst groß aufzählen musste, wie sich ein Charakter grade fühlte.
Ich konnte das Buch dadurch sehr leicht und flüssig lesen. Die Seiten flogen regelrecht an mir vorbei, ohne dass ich dies merkte und schon waren wieder 100 Seiten gelesen und ich habe es nicht mitbekommen.
Die Anfänge der Kapitel waren immer ein wenig verwirrend, da das Buch aus mehreren Sichtweisen geschrieben ist, man aber nie einen Hinweis am Anfang der Kapitel bekommt, aus welcher Sicht man die Geschichte nun weiterliest. Doch je weiter ich das Buch gelesen habe, desto leichter fiel es mir und hat mein Lesevergnügen nicht eingeschränkt.

Die Idee die hinter dieser Dystopie steckt ist in ihren Grundzügen nicht neu, aber ich finde sie einfach klasse! Die Idee mit den verschiedenen Wellen und einige andere Dinge, die ich hier jetzt nicht weiter aufzählen möchte, sind toll umgesetzt und mit viel Spannung herüber gebracht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es an einem Tag durch. Es gibt auch ein paar Twist, von denen ich zwar eins/zwei vorhersehen konnte, aber das hat mich in keinster Weise gestört. Und zum Ende hin wurde die Spannung noch ein wenig hoch gepusht und ich wurde voller Neugierde zurückgelassen.

Die Charaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen. Es waren nicht zu viele, so dass man den Überblick behalten konnte und ohne Probleme mit den Namen klar kam.
Cassie ist eine klasse Hauptperson! Sie trotz nur so vor Mut, Stärke und Entschlossenheit, aber trotzdem bekommt man immer wieder Einblicke in ihre verletzliche und ängstliche Seite. Diese Balance fand ich toll, weil sie dadurch viel realistischer erscheint. Denn mal ehrlich, wie realistisch ist ein Hauptcharakter der bei einer Alieninvasion, ohne mit der Wimper zu zucken, in alle Schlachten hinein rennt und nie auch nur den Hauch von Angst verspürt?
Die anderen Charaktere haben alle toll in die ganze Story gepasst und niemand kam mir irgendwie fehl am Platz vor.
Durch die verschiedenen Perspektiven konnte ich auch tolle Einblicke in die verschiedenen Personen bekommen, ihre Charaktere, Gedanken und Gefühle verstehen und meistens auch nachvollziehen.

Fazit und Bewertung:

"Die fünfte Welle" von Rick Yancey ist ein gelungenes Buch geworden, in dem es der Autor ohne große Probleme schafft eine interessante Idee mit viel Spannung und tollen Charakteren zu verpacken. Die Dystopie hat durchaus ihre dunklen Momente und genau dies ist einer der vielen Gründe, warum es ab sofort zu meinen Lieblingsdystopien gehört.
Jetzt bin ich wirklich sehr gespannt auf den Kinofilm!


5 von 5 Bücher! 

Kommentare:

  1. Hallo Michelle,

    es freut mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat. Es war eines meiner Highlights aus dem letzten Jahr. Am Sonntag habe ich mir die Verfilmung im Kino angesehen und die hat mir leider gar nicht gefallen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole!

      Ich fand das Buch echt wahnsinnig gut, es wäre auch eines meiner Highlights 2015 gewesen, hätte ich es letztes Jahr gelesen. ^^
      Auf die Verfilmung bin ich gespannt, aber bisher sehr verschiedenen Meinungen gehört... Ich hoffe es wird nicht so schrecklich, wie andere Romanverfilmungen!

      Liebste Grüße!

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