Samstag, 20. Februar 2016

Buchrezension: Der Seelenbrecher

• Autor: Sebastian Fitzek
• Fassung: Taschenbuch
• Seiten: 352
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Knaur

Klappentext:

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres...
Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben.
Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt...

Erster Satz:

Zum Glück war alles nur ein Traum.

Zitat:

Er war, als würde er immer noch sterben. Als hätte er nur darauf gewartet, dass sie endlich kamen und das Kühlfach aufzogen, um Zeuge seiner letzten Sekunden zu werden. (S. 162)

Meine Meinung:

Es ist zwar erst der zweite Roman von Fitzek, aber er zählt zu meinen absoluten Lieblingsautoren! Und mit diesem Werk konnte er mich komplett umhauen. Ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen und habe jedes Wort in mich aufgesaugt.

Ganz Berlin ist in Aufruhr, denn der sogenannte "Seelenbrecher" ist in den Straßen unterwegs und kidnappt junge Frauen. Er lässt sie nach einer Woche wieder frei, doch sie scheinen wie tot - gefangen in ihren eigenen Körpern. Niemand weiß, was er ihnen in dieser Zeit antut.
Caspar ist, aufgrund seiner Amnesie, Patient in der Teufelsbergklinik, in diese wird durch Zufall der Seelenbrecher eingeliefert. Caspar scheint ihn zu kennen, aber weiß nicht woher und nun kann der Seelenbrecher einmal mehr zeigen, zu was er eigentlich fähig ist.

Dieses Buch strotzt nur so vor Spannung! Ich konnte es ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach immer weiter und weiter lesen. Fitzeks Schreibstil ist und bleibt einfach genial, wundervoll und hat einen großen Wiedererkennungswert. Er schaffte es mit einfachen Sätzen, dass es mir abends kalt den Rücken runter lief und ich mich dabei ertappte, wie ich ein/zwei Mal vom Buch hochschaute, um zu prüfen, ob ich denn auch wirklich alleine im Raum war.

 Die Idee hinter diesem Roman finde ich total klasse und die Umsetzung ist richtig gut gelungen. Die Geschichte wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Einmal die Caspars Sichtweise, während der man live dabei ist, während der Seelenbrecher in der Teufelsbergklinik sein Unwesen treibt. Und die andere Sichtweise ist von einem Professor und seinen Studenten, die eine Fallakte lesen und sich darüber immer mal wieder austauschen. Genau diese Mischung fand ich total gelungen und war immer wieder gebannt, was man, zusammen mit den Charakteren, alles neues erfährt.
Wieder einmal gibt es so geniale Tricks, dass ich die meisten nicht vorhersehen konnte und zum Ende hin wird jeder Twist genau erklärt und dies geschieht perfekt in die Geschichte eingegliedert.

Caspar als Hauptcharakter gefiel mir sehr gut. Es war spannend, mit ihm zusammen nach und nach seine Vergangenheit auf zudecken und immer wieder neu zu rätseln, wenn er wieder einen erneuten Filmfetzen aus seiner Vergangenheit vor sich sah.
Die anderen Charaktere bleiben alle ein wenig blass und ich konnte kaum eine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen, aber das trübte mein Lesespaß nicht sonderlich. Ich litt einfach mit allen mit, durch die Vorstellung, selbst in solch einer Lage zu sein.

Fazit und Bewertung:

"Der Seelenbrecher" ist ein genialer und vor allem sehr spannungsreicher Thriller, aus der Feder von Sebastian Fitzek, der mich wieder einmal mit seinem tollen Schreibstil fessel konnte. Es gibt sehr intelligente Twist, die komplett aufgeklärt werden, so dass ich das Buch überaus zufrieden abschließen konnte, ohne dass ich mit unbeantworteten Fragen zurück blieb.


9 von 10 Bücher!

Kommentare:

  1. Hey Michelle,

    was hast du denn noch von ihm gelesen? Ich fand den Seelenbrecher absolut überzeugend; zusammen mit "die Therapie". Das sind meiner Meinung nach seine besten Bücher, alles danach war von "ok" bis "komm schon, dein Ernst..". Falls du die Therapie noch nicht kennst, das ist von gleiche Niveau wie Seelenbrecher, nur etwas weniger brutal.

    Liebe Grüße;)
    Naemi vom
    unzensiert♡team

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    1. Huhu Naemi,

      bisher habe ich nur "Der Seelenbrecher" und "Passagier 23" gelesen. Allerdings habe ich noch "Amokspiel", "Die Therapie", "Die Blutschule" und "Das Joshua Profil" von ihm im Regal stehen.
      Von "Die Therapie" habe ich bisher sehr viel gutes gehört und werde es sicherlich bald anfangen.
      Ich liebe Fitzeks Bücher sehr. Ich habe schon von vielen gehört, dass seine neueren Bücher nicht so ein ganz hohes Niveau haben, wie seine früheren.. Mal sehen, wie es mir mit seinen weiteren Werken ergeht und wie sie mir gefallen. :)

      Liebste Grüße zurück!

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