Samstag, 9. April 2016

Buchrezension: Die Blutschule

• Autor: Max Rhode
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-404-17267-2
• Seiten: 252
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Bastei Lübbe

Klappentext:

Ihr habt nie gelernt zu töten, dieses Versäumnis werden wir jetzt nachholen.
Eine unbewohnte Insel im Storkower See. Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer. Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.
Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur die Hölle unterrichtet wird...

Erster Satz:

Na schön, dann beginne ich mal damit, den ganzen Irrsinn aufzuschreiben, so wie Dr. Frobes es mir empfohlen hat, obwohl ich bezweifle, dass es irgendeinen therapeutischen Nutzen haben wird, noch einmal dorthin zurückzukehren, wo die Angst wohnt, wenn auch nur gedanklich;zurück in das Baumhaus etwa oder in das Klassenzimmer, ach herrje, das Klassenzimmer, verdammt.

Zitat:

"Herzlich Willkommen an dem wichtigsten Ort eures jungen Lebens", sagte er pathetisch. Wir traten ein und wollten unseren Augen nicht trauen, denn das, was uns im Inneren der Hütte erwartete, war gleichzeitig so normal wie absurd, dass wir im ersten Moment nicht wussten, ob wir lachen oder Angst haben sollten. (S. 134)

Meine Meinung:

Nachdem ich erfahren hatte, dass dieses Buch mit  Sebastian Fitzek's Werk "Das Joshua Profil" zusammenhängt, war natürlich gleich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Als ich dann auch noch den Klappentext las, war es sowieso klar und so zog es auch sehr schnell bei mir ein. Endlich habe ich es gelesen, doch leider konnte es mich nicht so begeistern, wie ich gehofft hatte.

Die Brüder Simon und Mark sind überhaupt nicht begeistert davon, dass sie mit ihren Eltern von Berlin in einen kleinen Ort irgendwo in Brandenburg ziehen müssen. Doch auf die sechs Wochen Sommerferien freuen sie sich sehr. Ihr Vater hat allerdings andere Pläne. Pläne, die schlimmer sind, als alles, was sie sich je hätten vorstellen können.

Der Schreibstil von Max Rhode gefällt mir wirklich gut. Er lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, wodurch ich sehr schnell voran kam.
Doch leider empfand ich den Spannungsbogen nicht wirklich gut ausarbeitet. Ja, zwischendurch kam Spannung bei mir auf, aber leider erst gegen Mitte/ Ende des Buches. Das Ende selbst fand ich wirklich gelungen.  Die komplette erste Hälfte empfand ich als langweilig, in die Länge gezogen und im Grunde die meiste Zeit unnütz.
Dennoch gab es zwischendurch ein paar kleine Szene, die unerwartet kamen.

Die Charaktere waren eher mittelmäßig ausgearbeitet. Einige agierten für mich unverständlich und ich konnte Dinge, die sie taten, nicht ganz nachvollziehen.
Eine Bindung konnte ich zu den Charakteren leider nicht aufbauen und bei den meisten Personen war es mir auch ziemlich egal, was mit ihnen passieren würde.

Fazit und Bewertung:

"Die Blutschule" konnte mich leider nicht ganz von sich überzeugen, wie ich es eigentlich gehofft hatte. Die Charaktere waren eher mittelmäßig ausgearbeitet und ich konnte keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen. Trotzdem hatte die Story ein paar unerwartete Szenen und konnte mich zwischenzeitlich unterhalten.


7/10 Bücher

Kommentare:

  1. Hallo Michelle,

    schade, dass es dich nicht ganz überzeugen konnte. Aber ich mag dieses "in die Länge ziehen" bei solchen Romanen total gern. Wenn man so richtig schön in die Geschichte reingeschaukelt wird und die Atmosphäre zu spüren beginnt. Das fehlt mir dafür bei den anderen Fitzeklingen, da wird mir meist zu viel konstruiert.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Hallo Michelle,
    unter deiner Joshua-Rezi wollte ich noch gefragt haben, ob du das Buch auch gelesen hast.
    Zum Glück bin ich erstmal Nachschauen gegangen. :D
    Auch dieses Buch steht noch ungelesen im Regal.
    Mittelmäßig ausgearbeitete Charaktere können der Story bzw. dem Lesegefühl schon einiges nehmen.
    Ich bin gespannt.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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    1. Huhu Hibi,

      das hätte auch mir passieren können haha ^^

      Ja, ich finde ausgearbeitete Charaktere immer wichtig, da sie meist fast die komplette Geschichte tragen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es dir gefallen wird.

      Liebste Grüße zurück!

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