Donnerstag, 19. Mai 2016

Buchrezension: Der Kruzifixkiller

• Autor: Chris Carter
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-548-28109-4
• Seiten: 477
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Ullstein
• Reihe: 1. Band der "Robert Hunter" Reihe

Klappentext:

Er kennt keine Gnade.
Er tötet grausam.
Und er ist teuflisch intelligent.
Die Leiche einer wunderschönen Frau, bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz: das Zeichen eines vor Jahren hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifixkiller lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und ist Hunter immer einen Schritt voraus - denn er kennt ihn. Zu gut...

Erster Satz:


"Detective Hunter am Apparat..."

Zitat: 

Sie spielen ein Spiel, das sie nur verlieren konnten. Das Einzige, was ihnen zu tun blieb, war, auf den nächsten Anruf zu warten. (S. 182)

Meine Meinung:

Die Romane von Chris Carter wurden mir schon oft von vielen Leuten empfohlen und in letzter Zeit besonders von einer Freundin immer wieder gelobt und so konnte ich meine Neugierde nicht mehr bremsen und habe die ersten vier Bände sehr günstig gebraucht kaufen können.
Ich hatte ein wenig Sorge, ob ich durch diese ganzen Lobeshymnen nicht vielleicht zu hohe Erwartungen haben würde...

Robert Hunter ist Detective und Profiler in Los Angeles und zählt zu den erfolgreichsten Detectives in ganz Los Angeles. Zusammen mit seinem neuen Partner Carlos Garcia bekommt er einen sehr brisanten und merkwürdigen Fall. Eine Frau wurde auf bestialische Weise verstümmelt und getötet. Doch da ist etwas, das Hunter den Atem verschlägt. Ihr wurde ein Kreuz in den Nacken geritzt. Das Zeichen, eines längst getöteten Serienmörders, den Hunter damals selbst geschnappt hat. Hat er damals etwas einen Fehler begannen und den falschen verhaftet?

Der Schreibstil von Chris Carter konnte mich von den ersten Seiten an komplett fesseln und die Seiten flogen nur so dahin beim lesen. Den Spannungsbogen konnte er gut aufbauen und auch halten. Vor allem gegen Ende wird es nochmal spannender, nur leider ging es mir dann alles zu schnell und die Ereignisse überschlugen sich förmlich.
Das Buch hält auch ein paar "unnötige" Szenen bereit, die nur hineingeschrieben wurden, damit das Ende inszeniert werden konnte. Dennoch war der Twist wirklich sehr gelungen und kam ein wenig unerwartet.

Robert Hunter ist eine sehr interessante Hauptperson, die schon ziemlich weit am Anfang kurz, aber sehr ausführlich, vorgestellt wird. Sein Charakter war mir von Beginn an sympathisch und ich konnte seine Reaktionen und Gefühle immer nachvollziehen.
Auch Carlos Garcia, der neuste Partner von Hunter, ist ebenfalls ein sehr sympathischer Charakter, der mir zwischenzeitig sogar etwas besser gefiel als Hunter selbst.
Die beiden ergänzen sich total gut, da sie sehr unterschiedlich sind, aber dann auch wieder ähnliche Züge zeigen.
Der Killer ist wirklich gelungen! Das ganze Buch über, konnte ich ihn nicht durchschauen und war genauso ahnungslos wie die Ermittler selbst. Jedes Mal war ich neugierig, was er wohl als nächstes tun wird und warum er das alles überhaupt tat.
Die Morde sind sehr blutig und brutal. Mir persönlich gefällt so etwas, aber andere (etwas zartbesaitete) Menschen könnten damit vielleicht ihre Probleme haben.

Fazit und Bewertung:

"Der Kruzifixkiller" ist ein toller Auftaktband der "Robert Hunter" Reihe, die mit einem spannungsreichen Plot und einem interessanten Killer besticht. Der Schreibstil tut sein übriges, zusammen mit den gelungenen Hauptcharakteren.


9 von 10 Bücher

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