Sonntag, 29. Mai 2016

Buchrezension: Liebe Tracey, liebe Mandy

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• Autor: John Marsden
• Fassung: Hardcover
• Seiten: 156
• Genre: Young-Adult, Briefroman
• Verlag: hautnah

Klappentext:

So harmlos, aus einer Laune heraus, beginnt die Brieffreundschaft zweier Mädchen, die sich nie zuvor begegnet sind. Schnell fassen sie Vertrauen zueinander, erzählen sich alles, was sie bewegt. Nur eines verschweig Tracey, bis Mandy es durch Zufall raus findet: sie sitzt in einem Jugendgefängnis. Zuerst ist Mandy schockiert, aber dann ist ihr die Freundschaft zu Tracey wichtiger. Immer ehrlicher werden die Briefe, die die beiden austauschen, immer fester das Band, das sie knüpfen. Bis Tracey eines Tages keine Antwort mehr auf ihre Briefe bekommt.

Meine Meinung:


Dieses Buch hat sich mein Verlobter mal ganz spontan gekauft und ich hatte eigentlich kein großes Interesse daran, als er es dann auf den Nachttisch legte um es als nächstes zu lesen, begann ich einfach just for fun in die ersten Seiten rein zu lesen und was soll ich sagen. Ruck Zuck hatte ich das Buch beendet und wusste gar nicht genau, wie das passiert war. Trotz meines anfänglichen Desinteresses gefiel mir das Buch dann doch ganz gut.

Ohne genau zu wissen, warum sie es tut, antwortet Mandy auf eine Zeitungsanzeige von Tracey, die jemanden für einen Briefaustausch sucht. Und schon nach einigen, wenigen Briefen entsteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden Mädchen. Sie entwickeln eine Freundschaft, die anders ist, als alle Freundschaften, die sie sonst noch pflegen. Doch immer wieder wirkt Tracey komisch auf Mandy und einige Dinge, die sie ihr erzählt, passen vorne und hinten nicht zusammen. bis sie hinter Tracey's Geheimnis kommt.

Der Schreibstil ist in einem einfachen Jugendstil gehalten und wirkt zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt, sondern immer sehr realistisch. Die Briefe sind mal kürzer und mal länger, was ich ebenfalls als sehr realistisch empfand und mir sehr gefiel. Man bemerkte in den Briefen meistens auch die Stimmung der jeweils schreibenden und bekam nach und nach ein Gefühl für die Briefe.
Die Freundschaft der beiden ist wirklich toll dargestellt. Auf der einen Seite führen sie ganz normale Gespräche, über Themen, die in diesem Alter normal sind, auf der anderen Seite geht es des öfteren um so viel mehr.
Besonders das Ende möchte ich hervorheben, welches mir wirklich sehr gut gefiel! Es brachte das Buch zu einem guten Abschluss, auch wenn es vielleicht nicht jedem gefallen wird.

Die beiden Hauptpersonen, Mandy und Tracey, gefielen mir wirklich gut.
Mandy ist eine typische Jugendliche, mit den typischen Problemen, die während dieses Lebensabschnittes auf einen zu kommen. Wobei es mir hier und da fast schon zu stereotypisch wirkte. Sie beschreibt in ihren Briefen ihr Leben mit ihrer Familie, wie sie sich in bestimmten Situationen fühlt und auch wie es so in der Schule und mit ihren Freunden läuft.
Tracey ist in meinen Augen ein weniger sympathischer Charakter, aber in ihrer Situation wirkte dies absolut richtig und ich fühlte meistens mit ihr.
Doch in einigen Punkten konnte ich bestimmte Reaktionen, egal von welchem der beiden Mädchen, nicht nachvollziehen und einige Situationen und Schilderungen wirkten fast schon ein wenig zu gewollt.
Durch ihre Briefe bekommt man auch eine Sicht auf verschiedenste Nebencharaktere, sowohl Freunde als auch Familienmitglieder, die man dadurch ein wenig kennenlernt, allerdings natürlich nur durch eine einzige Sicht. Dennoch gefielen mir die meisten Charaktere.

Fazit und Bewertung:

"Liebe Tracey, liebe Mandy" ist ein gelungener Jugendroman geworden, der einen zwischendurch sicherlich gut unterhalten wird. In meinen Augen ist es zwar kein herausragendes Buch, aber durchaus lesenswert. Durch die wenigen Seiten, die dennoch mit interessanten Charakteren und gelungenen Briefen gefüllt sind, hat man das Buch sehr schnell durchgelesen.


7 von 10 Bücher

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