Freitag, 26. August 2016

Buchrezension: Das verborgene Tor

• Autor: Eva Völler
• Fassung: Hardcover
• ISBN: 978-3-8339-0273-4
• Seiten: 349
• Genre: Fantasy
• Verlag: Baumhaus
• Reihe: 3. Band der "Zeitenzauber" Trilogie

Klappentext:

Ein verborgenes Tor
Eine dunkle Bedrohung
Eine Reise durch die Zeit

London im Jahr 1813. Anna und Sebastiano sind in der Stadt, um einen Auftrag zu erfüllen. Doch plötzlich droht eine dunkle Gefahr, die das Ende der Zeit bedeuten könnte. Die beiden müssen alles daran setzen, um das zu verhindern, und tauchen deshalb getarnt als Geschwister in die High Society des Londoner Adels ein. Auf Kutschfahrten und Tanzfesten müssen Anna und Sebastiano sich nicht nur gegen aufdringliche Verehrer wehren, sondern kommen auch möglichen Verdächtigen auf die Spur. Doch wer spielt tatsächlich ein falsches Spiel?

Erster Satz:

"Da drüben ist es", sagte Sebastiano, nachdem wir vom Kutschbock des Fuhrwerks gestiegen und ein Stück die nächtliche Harley Street entlang geschlendert waren.

Zitat:

Das Flimmern breitete sich unaufhaltsam aus und wurde zu einer blendenden Wand, das Vibrieren verwandelte sich in ein Dröhnen. Ich schloss die Augen und hielt die Luft an, während der Sog der Vergangenheit uns bereits mit sich riss. Die Welt verschwand mit einem gewaltigen Knall im endlosen Strudel der Zeit. (S. 50)

Meine Meinung:

Ich bin ein riesiger Fan der ersten beiden "Zeitenzauber" Bänden (Band 1 und Band 2) und habe den dritten Band auch schon lange im Regal stehen, doch ich wollte nicht, dass die Reihe zu ende geht und habe es deshalb nicht gelesen. Doch meine Neugierde wurde einfach zu groß, so dass ich es nun doch zur Hand genommen habe.

Anna und Sebastiano haben schon einige Abenteuer in der Vergangenheit erlebt doch nun steht ihnen ihr größtes und gleichzeitig wichtigstes bevor! Das weiterbestehen der Zeit hängt von ihrem Erfolg ab. So begeben sie sich ins London von 1813 und mischen sich als reiches Geschwisterpaar unter den Adel. Während sie komplett in ihren Rollen aufgehen und mit den Problemen des 19. Jahrhunderts zu tun haben müssen sie zeitgleich auch an ihren Widersacher denken, doch erst müssen sie herausbekommen wer das eigentlich ist. Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Wie schon in den ersten beiden Bänden konnte mich Eva Völler mit ihrem Schreibstil gefangen nehmen. Ihr Schreibstil lässt sich so schön leicht lesen und ihre Beschreibungen, die sie immer wieder in die Sätze einwebt, machen die Illusion perfekt, als wäre man wirklich in der Vergangenheit.
Leider zieht sich die Geschichte im ersten Drittel sehr, was ich aus den vorherigen Bänden gar nicht gewohnt war. Ab dem zweiten Drittel wird es dann aber spannend und die Geschichte fließt in einem angenehmen Tempo.
Die Twists sind sehr gelungen und gaben dann nochmal ein wenig Spannung. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich vom Ende halten soll. Auf der einen Seite war es ein guter Abschluss der Trilogie, auf der anderen Seite gefiel es mir nicht so ganz, warum möchte ich hier nicht weiter ausführen um niemandem etwas vorwegzunehmen!

Anna und Sebastiano sind, wie schon in den beiden ersten Bänden, ein tolles Team und ergänzen sich perfekt. Ihre zwischenzeitlichen Diskussionen gingen mir zwischenzeitlich ein wenig auf die Nerven, weil es immer wieder auf dasselbe hinausläuft. Dennoch ist es toll die beiden auf ihren Abenteuern zu begleiten.
Auch José spielt hier wieder eine wichtige Rolle und im Laufe des Buches bekommt der Leser viele interessante Hintergrundinformationen zu den Zeitreisen und "den Alten". Das gefiel mir wirklich sehr gut, weil ich schon in den ersten Bänden immer am rätseln war, was denn nun alles dahinter steckte. Leider entwickeln sich die alten Charaktere kaum weiter, was ich etwas schade fand.
Natürlich gibt es auch wieder viele neue Charaktere, die ich alle sehr interessant fand. Die einen sind sympathisch, die anderen sind perfekt zum verabscheuen.

Fazit und Bewertung:

"Das verborgene Tor" ist ein gelungener Abschluss der "Zeitenzauber" Trilogie von Eva Völler, auch wenn das Buch ein paar kleinere Schwächen hat. Die Twists sind gelungen,wenn auch nicht komplett überraschend und es wird vieles aus der Trilogie erklärt. Das Buch zieht sich zu Anfang sehr und bekommt erst später die gewohnte Spannung.


8 von 10 Bücher!

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