Samstag, 20. August 2016

Buchrezension: Rain - Das tödliche Element

• Autor: Virginia Bergin
• Fassung: Hardcover
• ISBN: 978-3-7373-5155-3
• Seiten: 414
• Genre: Dystopie
• Verlag: KJB
• Reihe: 1. Band der "The Rain" Reihe

Klappentext:

FRAGE: Wann soll man die Hoffnung aufgeben?
A. Jetzt. Sofort. Wir müssen alle untergehen.
B. Warte mal noch zwei Wochen.
C. Niemals.
D. ?

Ich würde alles dafür geben, wieder da zu sein, zu Hause in der Küche, und mich mit Simon und Mum zu streiten. Dann würde ich ihnen einfach zustimmen oder mich entschuldigen oder so was... aber es wird nie wieder einen Streit in der Küche geben. Es wird überhaupt nie wieder einen Streit irgendwo in diesem Haus geben. So ziemlich alle sind tot - vielleicht mit Ausnahme der dämlichen Meerschweinchen.

Ich heiße Ruby Morris, und dies ist meine Geschichte.
Wenn ihr sie lest, habt ihr sehr, sehr großes Glück, dass ihr noch lebt... aber das wisst ihr schon, oder?

Erster Satz:


Wenn das hier einfach so eine Geschichte wäre, eine von denen, die man zum Spaß ließt, hätte sie einen tollen Anfang.

Zitat:

Mein Schrei erstarb in der Luft. Er erstarb und wehte zu all den anderen Schreien, die leben wie Geister, wie Echos im Gedächtnis der Lebenden.
Mein Schrei brach heraus und erstarb, und meine Lunge weigerte sich - weigerte sich -, Luft einzusaugen. Ich wollte aufhören, wollte sterben mit dem Schrei. (S. 80)

Meine Meinung:

Das Buch stand schon lange in meinem Regal, obwohl ich es mir damals gekauft hatte, weil mich der Klappentext so ansprach. Das Szenario klang so interessant und düster, dass ich es unbedingt lesen wollte, doch wie es dann im Leben eines Bücherwurms so kommt: Andere Bücher kamen dazwischen und "Rain" geriet ein wenig in Vergessenheit auf meinem SUB. Doch nun habe ich es befreit und sagen: Es hat mir in keinster Weise gefallen und ich bin richtig enttäuscht.

Ruby feiert zusammen mit ihren Freunden eine kleine Party und küsst zum ersten Mal ihren Schwarm Caspar. Alles könnte perfekt sein, doch plötzlich wird die Party von den Eltern eines Freundes abgebrochen und sie scheuchen alle ins Haus hinein. Es fängt an zu regnen und dieser Regen ist giftig. Ab sofort ist jedes Wasser, welches nicht aus Flaschen kommt, tödlich. Alles ändert sich schlagartig und die Menschheit rast auf ihr Ende zu. Ruby muss von nun an versuchen in dieser Welt zu überleben.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich musste mich so durch dieses Buch quälen und war so froh, als ich auf der letzten Seite ankam.
Der Schreibstil hat mir das Lesen nur noch schwerer gemacht. Ich kam damit überhaupt nicht klar und er gefiel mir in keinster Weise. Dieser gewollte Jugendstil war einfach nur anstrengend und ging mir auf die Nerven. Außerdem bin ich mir immer noch nicht im klaren darüber was das sollte, dass die Autorin alle Schimpfwörter und Flüche mit Schmetterlingen "entschärft" hat. Ich meine was soll denn das bitte bringen? Jeder kann sich ungefähr vorstellen, was da stehen würde. Auch wenn ich normalerweise nicht so darauf achte, aber es gab auch wahnsinnig viele Tippfehler in dem Buch.
Die Idee der Geschichte ist wirklich interessant und hat definitiv das Potenzial zu einer super spannenden Dystopie, weil es mal etwas anderes ist, aber es gab einfach null Spannung. Aus der Idee wurde einfach nichts herausgeholt.

Ruby Morris gehört ab sofort auf meine Liste der schlimmsten Protagonisten aller Zeiten. So eine unsympathische, dumm, nervige Göre habe ich schon lange nicht mehr in einem Buch gehabt.
Die Welt geht unter, fast alle Menschen, die du kanntest und geliebt hast sind tot. Woran denkst du da? Tja, Ruby hatte die meiste Zeit nichts anderes im Kopf als ihr Handy und - wichtiger als alles andere - ihr Make-Up und ihre Kleidung! Ich meine wie unsympathisch und respektlos gegenüber den Toten kann man sich denn bitte verhalten? Es gab ganze Kapitel, die dafür verschwendet wurden um zu beschreiben, wie sie in irgendwelchen teuren Läden herumläuft und sich schminkt und neu einkleidet. Ich war non stop von ihr genervt!
Alle anderen Charaktere waren mir völlig egal. Sie hätten alle sterben können und mich hätte es nicht berührt, einfach weil ich keinerlei Bindung zu irgendwem aufbauen konnte.
Das komplette Buch konnte mich zu keinem Zeitpunkt berühren, nicht mal ansatzweise.

Fazit und Bewertung:

"Rain - Das tödliche Element" von Virginia Bergin ist nun offiziell Anwärter auf den ersten Platz in meinem Jahresranking der schlechtesten Bücher, die ich 2016 gelesen habe.
Hier konnte mich nichts beeindrucken. Das Buch hat keine Spannung, die Protagonistin denkt nur an ihr Make-Up und ihre Kleidung und emotional konnte mich nichts was passiert ist erreichen.
Den zweiten Band werde ich getrost auslassen, da ich keinerlei Interesse daran habe wie es weitergeht.
Schade, da die Idee gar nicht mal schlecht ist.

2 von 10 Bücher!

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