Freitag, 2. Dezember 2016

Buchrezension: Abgeschnitten

• Autoren: Sebastian Fitzek, Michael Tsokos
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-426-51091-9
• Seiten:393
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Knaur

Klappentext:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt - und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat keine Chance, an die Informationen zu kommen: Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten. Verzweifelt versucht er, die junge Frau, die den Toten fand, zu einer Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen zu überreden. Doch Linda ist Comiczeichnerin und hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert...

Erster Satz:

"Wo steckst du denn?"

Zitat:

Herzfeld hätte nicht zu sagen vermocht, wann seine Finger das letzte Mal so sehr gezittert hatten. Drei Mal schon hatte er sich vertippt, einmal wäre ihm sein Handy beinahe aus der Hand gefallen.
Was hat das zu bedeuten? Wer hat diesen Zettel in dem Kopf der Frauenleiche platziert? (S.51)

Meine Meinung:

Bisher habe ich noch kein Buch von Michael Tsokos gelesen, aber bin ein großer Fitzek Fan und bin dadurch auf das Buch aufmerksam geworden. Da Tsokos einem als Krimi Leser oft empfohlen wird, wollte ich es auch einmal mit einem seiner Bücher probieren und entschied mich für dieses, da es mir auch von einer Freundin empfohlen wurde.

Hannah, die Tochter des Rechtsmediziners Paul Herzfeld wurde entführt und ihr Entführer versteckt Hinweise in verstümmelten Leichen. Eine dieser Leichen wurde von Linda, einer Comiczeichnerin, die sich auf Helgoland vor ihrer Vergangenheit versteckt, gefunden.
Paul und Linda finden telefonisch zueinander und Paul setzt alle Hoffnung in Linda, da Helgoland durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten ist und Paul die Obduktion nicht selbst vornehmen kann. So versucht er sie davon zu überzeugen eine Obduktion an der Leiche vorzunehmen, während er ihr telefonische Anweisungen gibt.

Der Schreibstil beider Autoren ist wirklich gelungen und lässt sich problemlos und sehr flüssig lesen.
Auch wenn ich bisher noch nichts von Tsokos gelesen habe, habe ich doch immer wieder die Unterschiede zwischen Fitzeks Stil und seinem herauslesen können.
Da Michael Tsokos im wahren Leben nicht nur Autor, sondern auch Rechtsmediziner ist, konnte er hier besonders realistische Passagen einfließen lassen. Zu Anfang fand ich sie teilweise etwas langgezogen und störend, aber je weiter das Buch voranging und ich mich daran gewöhnt hatte, desto spannender fand ich genau diese Textstellen.
Die Fitzek typischen Twists haben natürlich auch nicht gefehlt und konnten mich des öfteren überraschen. Insgesamt war das Buch sehr spannend geschrieben und hatte vor allem gegen Ende einen tollen Spannungsbogen.
Das Buch wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt,welche nochmal zusätzliche Spannung ins Geschehen bringen.

Mit Paul Herzfeld wurde ich nicht wirklich warm bzw konnte ich mich nicht wirklich in ihn versetzen und seine Gefühle waren mir schlichtweg egal. Das hat mich doch sehr gestört, da ich gehofft hatte richtig mit ihm mitfiebern zu können.
Mit Linda wurde ich schon eher warm. Ihre Gefühle konnte ich nachvollziehen und habe hier und da auch mit ihr mitgefiebert.
Der dritte Erzählstrang hingegen konnte mich komplett von sich überzeugen. Ich habe die ganze Zeit über mitgelitten und war gespannt wie es weiter gehen würde.

Fazit und Bewertung:

"Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos konnte ich wirklich gut unterhalten und ich werde mir definitiv die Bücher von Tsokos zulegen!
Die beiden Autoren haben toll harmoniert und eine spannungsreiche Geschichte geschaffen.
Leider fiel es mir bei einigen Charakteren, allen voran Paul Herzfeld, schwer Zugang zu bekommen, was mich ein wenig störte, aber dennoch gefiel mir das Buch sehr gut.

8 von 10 Bücher!

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