Montag, 16. Januar 2017

Buchrezension: Bob, der Streuner

• Autor: James Bowen
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-404-60693-1
• Seiten: 250
• Genre: Biografie
• Verlag: Bastei Lübbe
• Reihe: 1. Band der "Bob, der Streuner" Reihe

Klappentext:

Als James Bowen den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wem von beiden es schlechter ging. James schlug sich als Straßenmusiker durch, er hatte eine harte Zeit auf der Straße hinter sich. Aber dem abgemagerten, jämmerlich maunzenden Kater konnte er einfach nicht widerstehen, er nahm ihn auf, pflegte ihn gesund und ließ ihn wieder laufen. Doch Bob war anders als andere Katzen. Er liebte seinen neuen Freund mehr als die Freiheit und blieb. Heute sind sie eine stadtbekannte Attraktion, ihre Freundschaft geht Tausenden zu Herzen...

Erster Satz:

"Das Glück liegt auf der Straße", sagt ein Sprichwort.

Zitat:

"Sobald die Leute die enge Bindung zwischen Bob und mir erkannten, stieg mein Sympathie-Barometer. Er machte mich "menschlicher" nach all der Zeit der Entmenschlichung. Bob hatte mir wieder ein Gesicht gegeben. Bevor er zu mir kam, war ich Abschaum gewesen. Dank ihm war ich plötzlich wieder ein Teil der Gesellschaft. Ein Mensch wie jeder andere." (S. 86)

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich die Geschichte von Bob und James lesen, da jetzt der Film in den Kinos läuft habe ich das endlich als Anlass genommen und das Buch zur Hand genommen.
Damals als ich zum ersten Mal den Klappentext gelesen hatte, weckte es direkt mein Interesse, da ich solch außergewöhnliche Beziehungen zwischen Menschen und Tieren immer gerne verfolge.

James hat schon einiges in seinem Leben durchgemacht. Er ist drogenabhängig, lebte viele Jahre lang auf der Straße und musste immer zusehen, wie er seine nächste Mahlzeit bekommt.
Jetzt hat er eine Sozialwohnung bekommen und versucht sich als Straßenmusiker über Wasser zu halten.
Eines Tages findet er einen kleinen roten Kater in seinem Hausflur, der mindestens genauso schlecht aussieht wie James selbst. Er nimmt ihn mit zu sich und pflegt ihn gesund.
Eigentlich wollte James ihn dann wieder in seine Freiheit entlassen, doch zwischen ihnen entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft und Bob, wie James ihn von nun an nennt, zieht bei ihm ein.

Zu Anfang war der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber schnell hatte ich mich daran gewöhnt. In Anbetracht dessen, dass James Bowen eigentlich kein Autor ist muss ich ihm allerdings ein großes Kompliment aussprechen, dafür war es sehr angenehm der Story zu folgen.
Hier und da fehlten mir ein klein wenig die Emotionen bzw konnte mich das Buch zwischenzeitlich nicht so emotional mitnehmen, wie es möglich gewesen wäre.
Dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich einfach weiterhin mit James und Bob durch die Straßen von London und durch ihr neues Leben ziehen wollte.

Während des Lesen erfährt man viel aus James Vergangenheit und auch im Laufe der gemeinsamen Zeit mit Bob schildert James viele Dinge ausführlich und lässt den Leser so an seinen Gefühlen teilhaben. Dabei kommen vor allem die starken Gefühle für Bob sehr deutlich zum Vorschein und ließen mein Herz immer wieder höher schlagen.
Bob ist ein wundervoller, sehr verspielter und dennoch ruhiger und gelassener Kater.
Seine Gesichtsausdrücke werden sehr gut beschrieben und er ist mir sofort ans Herz gewachsen!

Fazit und Bewertung:

"Bob, der Streuner" von James Bowen ist ein wundervolles Buch über eine noch wundervollere Freundschaft! Die verschiedenen Gefühle von beiden werden gut herüber gebracht.
Die Geschichte der beiden wird sehr einfühlsam von James Bowen selbst erzählt und es gab einige Momente, die mich beeindruckt haben, allerdings kamen bei mir nie die großen Emotionen auf, die hervorgerufen hätten werden können.
Nun freue ich mich schon sehr auf den Film und vor allem auf Bob, der sich dort selbst spielt!

8,5 von 10 Bücher!

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