Donnerstag, 19. Januar 2017

Filmrezension: Bob, der Streuner

• Originaltitel: A Street Cat named Bob
• Produktionsland: Vereinigtes Königreich
• Regie: Robert Spottiswoode
• FSK: 12
• Erscheinungsjahr: 2016
• Länge: 103 Minuten
• Genre: Biografie, Buchverfilmung






Trailer:

Meine Meinung:

Erst vor kurzem habe ich das Buch "Bob, der Streuner" von James Bowen gelesen und es hat mir gut gefallen (meine Rezension).
Nun war ich natürlich sehr gespannt auf den Film. Die Trailer sahen nicht schlecht aus und Geschichten über Freundschaften zwischen Menschen und Tieren interessieren mich immer sehr.
Der Film über James und Bob ist gut geworden, allerdings nur, wenn man das Buch nicht kennt oder aber Buch und Film strikt trennt.

Der immer wieder drogenabhängige James lebte lange auf der Straße und hat nun, dank seiner Drogenberaterin Val, eine Sozialwohnung bekommen. Nun will er sich sein Leben zurück erkämpfen, fängt einen Drogenentzug an und versucht sich als Straßenmusiker über Wasser zu halten.
Eines Tages hat er plötzlich ungewöhnlichen Besuch in seiner Küche sitzen.
Ein wunderschöner roter Kater ist durch sein Fenster eingestiegen und frisst genüsslich seine Cornflakes. Nach einigem hin und her bleibt der Kater, der nun den Namen Bob trägt, bei James und es entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft. Dank Bob, findet James endlich wieder einen Sinn in seinem Leben und etwas wofür sich der Kampf zurück in die Realität lohnt. 

Gleich vorweg möchte ich einmal sagen, dass ich Filme nie als Buchverfilmungen bewerte, sondern immer als eigenständige Werke sehen. Doch bei diesem Film fiel es mir während der Kinovorstellung schwer, Buch und Film zu trennen, weil der Film so viele Szenen geändert oder aber komplett weggelassen hat.
Die Kameratechnik ist gut gelungen und vor allem die Perspektivenwechsel, während denen man verschiedenste Geschehnisse aus Bob's Sicht sehen kann, haben mir sehr gefallen.
Leider war mir der Film etwas zu oberflächlich und kühl. Da hätte man einiges mehr herausholen können. Auch eine Szene gegen Ende war mir etwas zu gewollt.

Luke Treadaway, der James Bowen verkörpert, spielt seine Rolle zwar gut, aber hier und dort fehlte mir ein wenig Tiefgang und die großen Emotionen kamen bei mir leider auch nicht auf.
Bob, hier sogar von sich selbst gespielt, hat seine Sache wirklich toll gemacht und man merkt einfach, was für ein entspannter Kater er ist!
Ein großer Kritikpunkt war für mich allerdings die Nachbarin Betty, die von Ruta Gedmintas gespielt wird. Die Schauspielerin macht ihre Sache zwar gut, aber den Charakter an sich mochte ich überhaupt nicht. Betty hatte für die eigentliche Story überhaupt nichts beizutragen und nervte mich die meiste Zeit. 

Fazit und Bewertung:

"Bob, der Streuner" ist ein süßer, aber leider sehr seichter Film über eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen James und seinem Kater Bob. Die Schauspieler machen ihren Job alle gut und vor allem Bob, gespielt von sich selbst, konnte mich von sich begeistern.
Einige Kritikpunkte gibt es allerdings. So gefällt mir zum Beispiel die Nachbarin Betty überhaupt nicht und der Film war mir etwas zu oberflächlich.
Dennoch ist es ein schöner Film für zwischendurch!

8 von 10 Popcornbecher!

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