Samstag, 18. Februar 2017

Buchrezension: Zerschunden

• Autor: Michael Tsokos
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-426-51789-5
• Seiten: 419
• Genre: Krimi/Thriller, True-Crime Thriller
• Verlag: Knaur
• Reihe: 1. Band der "Dr. Fred Abel" Reihe


Klappentext:

Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Sein Opfer: alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

Erster Satz:

Genau im richtigen Moment stieß er die Fahrertür des ockerfarbenen Peugeot Kastenwagens auf.

Zitat:

Ich habe es dir versprochen, Lars, dachte er, und ich werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit du Lilly noch einmal sehen kannst, solange sie am Leben und bei Bewusstsein ist. 
Es würde ein Rennen gegen die Uhr werden, ein gnadenloser Wettlauf mit dem Tod. (S. 182)


Meine Meinung:

Nachdem ich "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos gelesen habe, war ich sehr gespannt darauf, ob mir Tsokos Werke genauso gefallen würden. So habe ich mir schnellstmöglich "Zerschunden" gekauft und angefangen.
Der Thriller hat mir gut gefallen und vor allem der Aspekt, dass es ein True-Crime Thriller ist, jagt einem hier und da einen Schauer über den Rücken, aber dennoch hatte das Buch hier und da einige Schwächen.

Der Rechtsmediziner Dr. Fred Abel ist zuständig für den Mord an einer alten Frau, die in ihrer Wohnung überfallen und getötet wurde. Zuerst denkt er an einen normalen Raubmord, aber der Täter hat auf ihren Körper eine Nachricht hinterlassen.
Plötzlich wird sein ehemaliger Militärkamerad und Freund Lars Moewing verdächtigt und in Untersuchungshaft gebracht. Er beteuert seine Unschuld aber alle Beweise sprechen gegen ihn.
Er bittet Abel darum ihm zu helfen, damit er schnellst möglich frei kommt und seine Tochter Lilly noch einmal sehen kann, bevor sie an ihrem Krebsleiden stirbt.
So macht sich Fred Abel auf die Suche und verfolgt schon bald einen Serienkiller, der in ganz Europa mordet.

Für dieses Buch hat sich Michael Tsokos den Autoren Andreas Gößling an die Seite geholt, der ihm beim Schreiben unterstützt hat.
Den Schreibstil finde ich auch sehr gelungen und vor allem die Beschreibungen waren sehr bildlich.
Die Story selbst fand ich dann doch eher durchschnittlich und hier und da fehlte mir ein klein wenig der Spannungsbogen. Ich empfand es manchmal als etwas zu langgezogen und die Geschichte plätscherte dann etwas vor sich hin.
Die verschiedenen Sichtweisen, aus denen das Buch geschrieben ist, haben mir gut gefallen, wobei mir vor allem die genauen Beschreibungen gefielen, wo genau man sich grade befindet, an welchem Datum und um wie viel Uhr. So konnte man der Geschichte gut quer durch Europa folgen.

Dr. Fred Abel ist ein interessanter Charakter, der viele verschiedene Kenntnisse in seinen Beruf mit einbringen kann und dies auch clever zu nutzen weiß. Außerdem hat er viele Kontakte rund um die Welt verteilt, die man in diesem Teil auch ein wenig kennenlernt, während er dem Serienmörder durch Europa folgt.
Über sein Leben und seine Vergangenheit erfährt man ebenfalls einiges, das immer wieder in die Geschichte mit eingefügt wird.
Der Serienmörder hat ebenfalls eine sehr interessante Persönlichkeit, die immer wieder in Rückblenden beleuchtet und erklärt wird.
Außerdem lernt man noch Abels Freundin Lisa hier und da ein wenig kennen und auch Hauptkommissar Markwitz vom LKA.


Fazit und Bewertung:

"Zerschunden" ist ein durchschnittlicher True-Crime Thriller, der viele tolle Züge besitzt, mir aber an einigen Stellen zu langgezogen war oder einen zu kleinen Spannungsbogen hatte.
Der Protagonist Dr. Fred Abel ist eine toll dargestellte Person und es hat mir Spaß gemacht mit ihm den Täter durch Europa zu jagen.
Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil und hoffe, dass die Charaktere da noch weiter ausgebaut werden und der nächste Fall vielleicht noch ein kleinen Tick spannender beschrieben wird.

7 von 10 Bücher!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen