Montag, 13. März 2017

Buchrezension: Der Knochenbrecher

• Autor: Chris Carter
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-548-28421-7
• Seiten: 415
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Ullstein
• Reihe: 3. Band der "Robert Hunter" Reihe

Klappentext:

Er ist ein Mann ohne Gesicht.
Er ist ein Killer.
Und er wird dich kriegen.

Wenn es Nacht wird in Los Angeles, gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche. Er ist ein kaltblütiger Killer.
Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter - Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo er suchen muss. Und die Jagd hat längst begonnen.

Schlaf schön, L.A.!

Erster Satz:

Dr. Jonathan Winston zog sich die Maske über Mund und Nase und warf einen Blick auf die Uhr des Sektionssaals Nummer 4 im Untergeschoss des Rechtsmedizinischen Instituts von Los Angeles.

Zitat:

Falls es stimmte, dass die Augen das Fenster zur Seele waren, dann war ihre Seele von Todesangst erfüllt gewesen, als sie gestorben war. (S. 59)

Meine Meinung:

Die ersten zwei Bände der Robert Hunter Reihe mochte ich wirklich sehr und so musste natürlich auch der dritte Teil schnellst möglich gelesen werden.
Und auch dieser Teil konnte mich wieder von sich überzeugen, auch wenn der Titel diesmal so gar nicht zur Story passt.

Ein sehr perfider Serienkiller treibt sein Unwesen in Los Angeles. Er entführt junge Künstlerinnen und pflanzt ihnen selbstgebaute Waffen in den Körper ein, die sie dann qualvoll töten.
Die Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia sind an dem Fall dran, doch scheinen ihm immer einen Schritt hinterher zu sein.

Der Schreibstil von Chris Carter ist wie immer grandios, vor allem seine sehr bildlichen Beschreibungen gefallen mir sehr, auch wenn sie sicherlich nicht für jeder man geeignet sind.
Die Story hat einen guten Spannungsbogen, der mich allerdings nicht zu 100 Prozent an die Seiten fesseln konnte.
Das Buch ist wieder in sehr viele Kapitel eingeteilt, die das Lesen für mich angenehmer gestalten, da ich so nicht immer mitten in den Kapitel aufhören muss zu lesen, sondern getrost bis zum nächsten lesen kann ohne tausende Seiten lesen zu müssen.

Robert Hunter ist immer noch ein wahnsinnig toller Charakter, der mich immer wieder mit seiner Kombinationsgabe und seinem Instinkt zum staunen bringt. Ich liebe einfach die Szenen, in denen für ihn plötzlich vieles Sinn macht und niemand um ihn herum, egal ob Garcia, Blake oder irgendjemand anderes - ja nicht mal der Leser selbst - weiß, welchen Geistesblitz er nun wieder hatte und er alles langsam aufzulösen beginnt.
Auch Carlos Garcia wächst mir von Band zu Band immer mehr ans Herz. Ich finde er ist ein toller Partner und Hunter und er ergänzen sich wirklich perfekt! Ich würde mir allerdings noch ein wenig mehr Einblicke in seine Vergangenheit und sein Leben wünschen.
Der Serienkiller ist auch diesmal wieder sehr interessant und bis zum Schluss war es toll, den beiden Detectives bei der Jagd zu folgen.


Fazit und Bewertung:

"Der Knochenbrecher" von Chris Carter ist zwar ein völlig unpassender Titel für diesen Fall, aber dennoch konnte mich das Buch unterhalten.
Hier und da fehlte mir der kleine feine Rest um die Spannung wirklich anzuheizen, aber der Showdown hat dann vieles wieder gut gemacht, da dieser wirklich gut inszeniert und beschrieben wurde.

7,5 von 10 Bücher!

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