Mittwoch, 5. April 2017

Buchrezension: Relic - Museum der Angst

⁠⁠⁠⁠• Autor: Douglas Preston, Lincoln Child
• Fassung: Taschenbuch
• Buchnummer: 080058 (1)
• Seiten: 558
• Genre: Mysterythriller
• Verlag: Club Taschenbuch
• Reihe: 1. Band der "Special Agent Pendergast" Reihe

Klappentext:

Zwei kleine Jungen durchstreifen das Museum of Natural History auf der Suche nach der Dinosaurierausstellung. Am nächsten Tag findet man ihre grausam zugerichteten Leichen. So kurz vor Eröffnung der Ausstellung beschließt die Museumsleitung, den Fall zu vertuschen. Doch dann werden weitere verstümmelte Leichen entdeckt, die immer von einem seltsamen Geruch begleitet werden.

Erster Satz:

Als am Mittag die Wolken um den Gipfel des Cerro Gordo aufrissen und verschwanden, konnte Whittlesey hoch über sich sehen, wie das Sonnenlicht den Blätterkronen des Urwalds eine goldene Färbung verlieh.

Zitat:

Auf einmal registrierte Margo am Rand ihres Gesichtsfeldes eine Bewegung. Sie erstarrte und blickte zögernd nach rechts. Ein Schatten glitt, schwarz vor schwarz, verstohlen auf sie zu, indem er sich dunkel und geschmeidig an Schaukästen und grinsenden Statuen vorbei bewegte.
Von Angst getrieben rannte Margo den Gang entlang. Sie spürte mehr als das sie sah, wie sich die Wände neben ihr auseinander bewegten. Und dann erkannte sie zwei vertikale Lichtschlitze in der Dunkelheit vor sich. Das musste eine große Doppeltür sein. (S. 168-169)

Meine Meinung:

Das Buch habe ich mir mal gebraucht gekauft, da ich den Klappentext sehr interessant fand. Danach stand es einige Zeit lang in meinem Regal herum, bis es mir vor kurzem wieder in den Kopf kam und ich es anfing zu lesen.
Und gleich nachdem ich es beendet hatte musste ich mir den nächsten Band holen, weil mir das Buch wirklich gut gefallen hat!

Im New Yorker Museum of Natural History steht die große Eröffnung der neuen "Aberglaube Ausstellung" kurz bevor und alle sind fleißig dabei die Ausstellung aufzubauen.
Da wird das Museum von zwei bestialischen Morden erschüttert.
Zwei kleine Jungen wurden in den dunklen, weit verzweigten Gängen des Museums auf brutale Weise getötet.
Die Museumsleitung möchte dies verheimlichen, aber schon bald geschieht der nächste Mord, genauso bestialisch und so sucht die Polizei schon bald einen Serienkiller oder vielleicht doch ein echtes Monster?

Der Schreibstil von dem Autorenduo Preston und Child gefällt mir wirklich sehr gut! Sie haben einen sehr bildlichen Stil, der mir zwischendurch eine Gänsehaut gab, wenn einer der Personen durch irgendwelche dunklen Gänge des Museums ging und von gruseligen Geräuschen begleitet wurde.
Dafür, dass "Relic" ihr erstes gemeinsames Werk ist, haben sie schon da eine tolle Chemie gehabt.
Allerdings hat diese Ausgabe des Buches viele Rechtschreib und Grammatikfehler. Sie haben mich an ein paar Stellen schon ein wenig gestört, aber es ist kein negativ Punkt, der in meine Bewertung einfließt, da die Autoren da nichts für können und es das Buch nicht schlechter macht.
Die ersten Kapitel waren nicht ganz so spannend, aber ich bin froh weitergelesen zu haben, da es dann viel, viel besser wurde und ich es kaum noch aus der Hand legen wollte.

In der Story gibt es sehr viele Personen, die man kennenlernt und die auch wichtig für die Geschichte sind.
Allen voran natürlich der Titel gebende Special Agent Pendergast.
Er ist schon ein sehr eigenen Charakter, der ein paar eigenwillige Charakterzüge hat, aber mir stets sympathisch war. Auch erfährt man einiges über seine Vergangenheit, was ihn gleich noch sympathischer machte.
Unterstützt wird er von dem Police Detective D'Agosta. Die beiden haben eine tolle Chemie und es hat wirklich Spaß gemacht, den beiden bei diesem Fall über die Schulter zu schauen. Sie ergänzen sich wirklich toll.
Weitere wichtige Personen sind Margo Green, eine Doktorandin im Museum, der Journalist William Smithback und Dr. Frock, der Doktorvater von Margo.
Einen wahren Hasscharakter gibt es hier auch: Special Agent Coffey! Man, hab ich bei ihm oft mit den Augen gerollt.

Fazit und Bewertung:

"Relic" von Douglas Preston und Lincoln Child ist ein toller Einstieg in die "Special Agent Pendergast" Reihe und ich kann gar nicht genug von der Reihe bekommen und musste gleich mit Band 2 (Attic) beginnen.
Das Buch hält einen interessanten Hauptcharakter, viel Spannung und einen kleinen Gruselfaktor bereit.
Auch wenn ich am Anfang ein paar Probleme hatte, mich richtig in die Geschichte einzufinden, konnte ich es nach den ersten Kapiteln kaum noch aus der Hand legen.

8 von 10 Bücher!

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